Interview zum Onlineprojekt und Roman "Alles Emma - oder was" hier:
Stellvertretend für viele Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme, hier ein Interview mit einer 6. Klassse einer Schule in Borken (Westfalen).
Wie haben Sie in Ihrer Kindheit die Freizeit verbracht? Haben Sie viel gelesen? Vor allem Kinderbücher oder auch Bücher für Erwachsene?
Ich habe sehr viel draußen gespielt, aber ich hab auch, sobald ich es konnte, angefangen zu lesen. Am Anfang Kinderbücher, zum Beispiel alle Bände von Jim Knopf, Pippi Langstrumpf oder Fünf Freunde. Bücher für Erwachsene kamen später.
Wie erlebten Sie Ihre Schulzeit? Sind Sie gern zur Schule gegangen? Was waren Ihre Stärken und Schwächen? Waren Sie gut in der Schule?
Ja, ich bin tatsächlich ziemlich gern zur Schule gegangen. In der Grundschule war ich sehr gut, später auf dem Gymnasium eher so Durchschnitt. Physik und Chemie mochte ich gar nicht und war auch entsprechend schlecht darin. Mein absolutes Lieblingsfach war Deutsch. Später, nachdem ich zwei Sommer zum Schüleraustausch in England war, auch Englisch.
Haben Sie noch andere Hobbys außer Bücher schreiben?
Bücher schreiben ist kein Hobby, sondern mein Beruf. Hobbys sind Lesen, Sport (Joggen, Fitness, Schwimmen), Tanzen, Theater, Kleinkunst und Kino.
Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Wie sind Sie Schriftstellerin geworden?
Ich habe mich mit 12 in einen, wie man heute sagen würde, Popstar verliebt und zusammen mit einer Freundin, die in einen anderen Star verliebt war, Geschichten über die beiden geschrieben. Seitdem habe ich nie mehr aufgehört mit dem Schreiben. Aber über viele Jahre waren es nur Briefe, Tagebücher und so etwas in der Art. Professionelle Autorin bin ich erst seit ungefähr 1997.
War dieser Beruf Ihr Kindheitstraum?
Nein, mein Kindheitstraum war Theaterschauspielerin. Das wollte ich schon ganz früh. (Und nach wie vor bin ich auch mit Bühnenprogrammen für Erwachsene unterwegs.) Aber nachdem ich lang genug Theater gespielt habe, ist der Wunsch zu schreiben immer stärker geworden.
Wann und wie kommen Ihnen die Ideen für Ihre Geschichten und welchen Weg geht so eine Idee, bevor sie zum Roman verarbeitet wird?
Die meisten Ideen entstehen bei mir während des Schreibens. Am Anfang gibt es meist nur eine Grundidee, was im Buch überhaupt passieren soll, also zum Beispiel eine Reise nach Fuerteventura (wie in „Ein Kuss zu viel“) oder eine Schultheater-Aufführung (wie in „Sommernachtsträume) oder eine Chat-Liebesgeschichte (wie in „kussmail.de“) und in welchen Grundkonflikt die Hauptperson geraten soll (sie liebt den Falschen, weiß es aber nicht, oder sie liebt den Richtigen, der sie aber nicht, usw.) Während ich schreibe, entwickeln sich die Figuren und die Handlung. Manchmal übernehmen sie sogar ziemlich frech die Handlung und tun nicht das, was ich will. Das mag ich besonders gern, das bedeutet meistens, dass ich auf einem guten Weg bin und die Figuren sehr lebendig geworden sind.
Haben Sie irgendwelche Idole oder Vorbilder beim Schreiben?
Ich lese sehr viel und es gibt mmer wieder Autoren oder Autorinnen, die ich sehr mag, bewundere und von denen ich auch oft einiges lerne. Als Autoren für eure Altersklasse finde ich zum Beispiel Cornelia Funke oder Louse Rennison gut. Und Frau Rowling (Harry P.) find ich auch ziemlich cool.
Sie schreiben in ihren Romanen und Kurzgeschichten oft vom Thema „Liebe“. Was interessiert Sie daran?
Ich glaube, dass Liebe ein sehr wichtiges und zentrales Lebensthema ist. Egal wie alt man ist. Jeder möchte lieben und geliebt werden. Und wir alle haben viele Probleme damit. Da liegt viel Spannung und viel Scheitern, viel Aufregung und viel Glück, viel Herzklopfen und auch viel Komisches. Alles Zutaten, aus denen sich gute Geschichten schreiben lassen.